Gymihelfer LogoGymihelfer
Ratgeber · Mathematik · Übungen · kostenlos · Archiv

Gymiprüfung Mathe — kostenlose Übungen online

·6 Min Lesezeit

Kurzfassung: Für die Gymiprüfung Mathe brauchst du keinen teuren Kurs. Die offiziellen Originalaufgaben aus 11 Jahrgängen (2015–2025) sind frei zugänglich, und auf gymihelfer findest du dazu rund 1'500 zusätzliche Übungsfragen mit Lösungswegen — gratis und ohne Anmeldung. Dieser Artikel zeigt dir, was es kostenlos gibt, wie du es einsetzt und wie du in 4–6 Monaten gezielt auf das Prüfungsniveau kommst.

Was kostenlos verfügbar ist — offizielle Quellen

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich veröffentlicht jedes Jahr nach der Prüfung die kompletten Aufgaben mit offiziellen Lösungen. Das gilt für beide Stufen — Langgymnasium (Eintritt nach 6. Primarklasse) und Kurzgymnasium (Eintritt nach 2./3. Sek). Im Archiv findest du:

  • Mathe-Aufgaben Langgymi — pro Jahrgang ca. 75 Minuten Prüfungszeit
  • Mathe-Aufgaben Kurzgymi — pro Jahrgang ca. 90 Minuten Prüfungszeit
  • Offizielle Lösungen mit Lösungsweg (Bewertungsraster pro Aufgabe)
  • Zur Sprachprüfung jeweils die Textvorlage + Aufgabenstellung

Über elf Jahrgänge ergibt das mehrere hundert Mathe-Aufgaben auf realem Prüfungsniveau — mehr als jedes Lehrbuch bietet und 1:1 die Aufgaben, die wirklich vorkamen. Auf gymihelfer ist dieses Archiv strukturiert aufbereitet im offiziellen Aufgaben-Archiv.

Warum Originalprüfungen besser sind als Übungsbücher

Üben mit Lehrmitteln aus der Buchhandlung wirkt strukturiert — aber viele decken Themen ab, die in der Gymiprüfung kaum bis nie geprüft werden (komplexe Funktionsgrafiken, Pythagoras-Beweise, anspruchsvolle Geometriekonstruktionen). Wer mit Original-Prüfungsaufgaben übt, trifft den realen Fragenpool aus drei Gründen besser:

  1. Korrekter Aufgabentyp — die Prüfung hat ein klares Format (Bruch/Prozent, Sachaufgabe, Geometrie, Grössen, Kurzgymi zusätzlich Algebra). Bücher mischen oft schulisches Lernpensum hinein, das in der Prüfung nicht vorkommt.
  2. Echte Zeitvorgabe — die Prüfung schreibt nicht nur, was du kannst, sondern wie schnell. 75/90 Minuten für ein komplettes Set Aufgaben — das simuliert nur eine Originalprüfung wirklich.
  3. Sprache und Aufgabenstil — die Formulierungen der Prüfung sind oft knapp und für Sechstklässler ungewohnt. Wer sich daran gewöhnt, verliert keine Punkte mehr durch Missverständnisse.

Was du als Schüler:in jetzt konkret tun kannst

Wenn du als Schülerin oder Schüler diesen Artikel liest: Du brauchst weder ein teures Material noch eine Tutorin, um seriös zu üben. Was du brauchst:

  • Ein A4-Heft nur für die Gymi-Vorbereitung. Schreib jede Aufgabe sauber ab, lass Platz für den Lösungsweg, markiere Fehler farbig.
  • Einen festen Lernort ohne Handy in Reichweite. 30 Minuten konzentriert sind besser als 90 Minuten halb konzentriert.
  • Einen Plan — zum Beispiel: Montag und Mittwoch je 40 Minuten Mathe, Dienstag und Donnerstag je 40 Minuten Deutsch, Samstag eine ganze Originalprüfung. So weisst du jederzeit, was als Nächstes dran ist.
  • Geduld mit dir selbst — die ersten Originalprüfungen sind oft frustrierend. Das ist normal. Nach 2–3 Wochen kontinuierlichem Üben wirst du den Unterschied selbst spüren.

Welche Themen wirklich Punkte bringen

In den 11 Jahrgängen tauchen immer wieder dieselben Themen auf. Wer diese fünf solide beherrscht, ist im Bestehensbereich:

  • Bruch- und Prozentrechnen — 25–30 % aller Mathe-Punkte über die Jahre
  • Sachaufgaben / Textaufgaben — Mischungs-, Bewegungs-, Verhältnisaufgaben
  • Geometrie — Dreieckskonstruktion (SSS/SWS/WSW), Kreis-Fläche + Umfang
  • Grössen und Einheiten — sauberes Umrechnen mm/cm/m, cm²/m², ml/dl/l
  • Algebra (nur Kurzgymi) — Terme umformen, lineare Gleichungen

Eine ausführliche Themen-Analyse mit Punkt-Verteilung findest du im Artikel Die häufigsten Themen 2015–2025.

So nutzt du das kostenlose Material — ein 4-Phasen-Plan

Du brauchst weder Tutorin noch Kurs, wenn du diszipliniert dranbleibst:

  1. Standortbestimmung (Woche 1) — mach den kostenlosen Niveau-Test. Er zeigt dir in 10–15 Minuten, wo du bereits sicher bist und wo die grössten Lücken liegen.
  2. Lücken schliessen (Wochen 2–10) — gezielt nach Thema üben. Pro Schwachstelle 20–30 Aufgaben aus dem gymihelfer-Übungspool (z. B. im Mathe-Hub, im Geometrie-Hub oder im Algebra-Hub für Kurzgymi).
  3. Original-Prüfungen unter Zeitdruck (Wochen 11–16) — eine pro Woche, am Stück, mit Wecker. Erst danach die Lösung anschauen und die eigenen Fehler durchgehen.
  4. Generalprobe (letzte 2 Wochen) — zwei komplette Prüfungen Mathe + Deutsch hintereinander mit echten Pausen. So wird der Prüfungstag selbst nicht zur Überraschung.

Für Eltern

Sie müssen kein Mathe können, um Ihr Kind zu begleiten. Wichtig ist die Struktur: regelmässige Lernzeiten (3–4× pro Woche je 30–45 Minuten), ruhiger Arbeitsplatz, fertige Aufgaben zusammen mit dem Kind nach dem Üben gemeinsam mit der offiziellen Lösung durchgehen. Diskutieren Sie nicht über richtig/falsch — nur über den Lösungsweg. Was Sie nicht tun sollten: das Kind unter Druck setzen oder bei jeder Aufgabe danebenstehen. Das senkt Motivation und Selbstwirksamkeit. Mehr dazu in unserem Artikel Wann mit der Vorbereitung beginnen.

Häufige Stolpersteine beim Üben — und wie du sie umgehst

Auch mit dem richtigen Material kann Vorbereitung danebengehen, wenn die Lernhaltung nicht passt. Vier typische Fehler:

  • Nur das Lösen üben, nicht das Lesen — viele Mathe-Punkte gehen verloren, weil die Aufgabenstellung falsch verstanden wird. Übe explizit das «Übersetzen» von Sachaufgaben: Was ist gegeben? Was ist gesucht? Welche Grössen passen zusammen? Lies jede Aufgabe zweimal, bevor du rechnest.
  • Nie unter Zeitdruck üben — wer Aufgaben immer in Ruhe löst, scheitert unter den 75/90 Minuten der echten Prüfung. Mindestens jede zweite Übungssession sollte eine Zeitvorgabe haben.
  • Lösungen zu früh anschauen — wer nach drei Minuten Stocken die Lösung aufmacht, lernt nicht denken. Plane pro Aufgabe einen festen Versuch (10–15 Minuten), bevor du die Lösung konsultierst.
  • Fehler nicht systematisch aufschreiben — Fehler vergessen sich nicht von alleine. Führe ein einfaches «Fehlerheft»: pro Fehler die falsche Antwort, die richtige Antwort, was schiefging und wie es richtig geht. Vor dem nächsten Üben kurz durchlesen.

Lernpensum — was realistisch ist

Für ein durchschnittlich gut vorbereitetes Kind sind 3–4 Sessions pro Woche je 30–45 Minuten der bewährte Standard. Das ergibt über 4–6 Monate hinweg rund 60–80 Übungsstunden — genug, um den Stoff sicher zu beherrschen, ohne dass das Kind ausbrennt. Wer spätentschieden mit weniger Vorlauf startet, kann das Pensum auf 5 Sessions pro Woche erhöhen, sollte aber spätestens 6 Wochen vor der Prüfung den Schwerpunkt auf Originalprüfungen unter Zeitdruck legen. Mehr als 6 Sessions pro Woche bringen erfahrungs­gemäss wenig zusätzlichen Lerneffekt, aber viel zusätzliche Erschöpfung. Mehr zum Zeithorizont in Wann mit der Vorbereitung beginnen.

Was kosten würde — und warum es nicht nötig ist

Kommerzielle Vorbereitungskurse für die Gymiprüfung liegen in Zürich typischerweise zwischen CHF 1'500 und CHF 4'000 für ein Semester. Sie haben ihren Wert (Gruppendynamik, externer Druck, Tutor-Feedback), sind aber nicht zwingend. Wer den Niveau-Test ehrlich macht, die offiziellen Archiv-Aufgaben aus dem Archiv 2015–2025 bearbeitet und im Mathe-Hub gezielt nachübt, hat alles, was er braucht. Die Bestehensquoten zeigen, dass die Prüfung kein Mythos ist — sie ist machbar mit konsequenter Vorbereitung.

Häufige Fragen rund ums kostenlose Üben

  • Reicht das offizielle Archiv allein? — Für die ersten Monate ja. Wer sich mit 11 Jahrgängen Original­aufgaben und einem strukturierten Themen-Hub systematisch durcharbeitet, hat im Schnitt 600+ echte Aufgaben gelöst. Das ist mehr, als die meisten kommerziellen Kurse anbieten. Für die letzten Wochen lohnt sich allenfalls eine zusätzliche Übungsserie zum gezielten Lückenschliessen.
  • Welche Hilfsmittel sind in der Prüfung erlaubt? — Geodreieck, Zirkel, Lineal, Bleistift, Kugelschreiber, Radiergummi. Kein Taschenrechner, keine Formelsammlung, kein Wörterbuch, kein Smartphone. Übe von Anfang an ohne Taschenrechner — manche Kinder sind das Kopfrechnen entwöhnt und verlieren in der echten Prüfung allein deshalb Zeit.
  • Wie merken wir, ob die Vorbereitung «reicht»? — Ein einfacher Test: das Kind schreibt eine Originalprüfung aus dem Archiv unter realer Zeitvorgabe. Werden mindestens 60 % der Punkte erreicht, ist es im Bestehensbereich. Werden weniger als 50 % erreicht, sind noch 2–3 Monate gezieltes Üben nötig.
  • Sollen wir eine private Nachhilfe dazu nehmen? — Nur, wenn das Kind ein ganz bestimmtes Thema partout nicht versteht und alle Erklärungen aus dem Hub und der Lösungswege ihn nicht weiterbringen. Punktuelle Nachhilfe (5–10 Stunden) bringt mehr als ein voller Kurs mit 30+ Stunden.

Wie auf gymihelfer üben

Drei Einstiege, je nach Stand:

Alles, was hier verlinkt ist, ist kostenfrei nutzbar — bezahlt wird nur, wer das volle Übungspaket mit Lernverlauf-Tracking und KI-Feedback dazu nehmen will. Für das reine Bestehen reicht das Gratisangebot.

Quellen

Zugegriffen am 3. Juni 2026. Falls eine Quelle aktualisiert wurde, schreibe uns auf info@gymihelfer.ch.

Wo stehst du gerade? Der kostenlose Niveau-Test zeigt dir in 10–15 Minuten dein aktuelles Vorbereitungsniveau pro Thema — ohne Anmeldung.