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Die häufigsten Themen in der Gymiprüfung — Mathe + Deutsch

·8 Min Lesezeit

Kurzfassung: Über 11 Jahrgänge im Archiv betrachtet sind die wiederkehrenden Punktelieferanten klar: in Mathe vor allem Bruch-/Prozentrechnen, Geometrie (Dreieck + Kreis) und Textaufgaben; in Deutsch Wortarten, Rechtschreibung und Textverständnis. Wer diese fünf Bereiche sicher beherrscht, hat die Bestehensquote zuverlässig in Reichweite.

Mathe: die immer-wieder-Themen

Die Gymiprüfung-Mathe ist nicht überraschend — die Aufgabenmuster wiederholen sich seit Jahren mit nur kleinen Variationen. Diese fünf Themen kommen jedes Jahr vor, oft mehrfach:

  1. Bruch- und Prozentrechnen — Grundoperationen mit Brüchen, gemischten Zahlen, Prozent-Hin- und Rückrechnung, Promille (vor allem MwSt-Aufgaben). 25–30% aller Mathe-Punkte über die Jahre.
  2. Sachaufgaben / Textaufgaben — vom Alltagstext zur Rechnung. Klassiker: Mischungs-, Bewegungs- und Verhältnisaufgaben. Der häufigste Punkteverlustgrund — nicht die Mathematik, sondern das saubere Übersetzen.
  3. Geometrie: Dreieck und Kreis — Konstruktion eines Dreiecks aus drei vorgegebenen Stücken (SSS, SWS, WSW), Flächen- und Umfangsberechnung Kreis und Sektor. 15–20% der Punkte.
  4. Grössen und Einheiten — sauberes Umrechnen zwischen mm/cm/m/km, cm²/m², cm³/dm³/l, ml/dl/l. Oft als Teilfrage in Sachaufgaben versteckt.
  5. Algebra (nur Kurzgymi) — Terme umformen, lineare Gleichungen lösen, binomische Formeln anwenden.

Wer diese fünf Bereiche solide hat, ist im Bestehensbereich. Was darüber hinaus geht (Funktionsbegriff, Pythagoras im Kurzgymi, anspruchsvolle Konstruktionen) holt zusätzliche Punkte für eine gute Note, ist aber nicht das, was über Bestehen oder Durchfallen entscheidet.

Deutsch: die drei Punktelieferanten

Auch Deutsch hat seine Klassiker. In der Sprachprüfung kommen pro Jahr verlässlich vor:

  • Wortarten erkennen — Nomen, Verb, Adjektiv, Pronomen, Adverb, Konjunktion. Meistens als Tabelle: 10 Wörter, jedes einer Wortart zuordnen.
  • Satzglieder bestimmen — Subjekt, Prädikat, Akkusativ-/Dativobjekt, adverbiale Bestimmungen. Klassiker: einen Satz in die Glieder zerlegen.
  • Rechtschreibung und Komma-Setzung — fehlende Kommas einfügen, Rechtschreib-Fehler in einem kurzen Text korrigieren, das/dass und seid/seit sicher unterscheiden.

Im Textverständnis sind die Fragentypen seit Jahren stabil: Inhaltsfragen (Was passiert?), Verständnisfragen (Was bedeutet diese Aussage?), Argumentationsfragen (Warum?). Die Antworten stehen fast immer wörtlich oder paraphrasiert im Text — wer systematisch sucht statt rät, holt 80%+ der Punkte.

Der Aufsatz: drei Themen, drei Stile

Im Aufsatz hast du drei Themen zur Auswahl. Über die Jahre fallen sie in drei Hauptkategorien:

  • Erzählung — eine Situation oder Geschichte ausbauen. Häufig im Langgymi.
  • Beschreibung — einen Ort, eine Person, einen Vorgang detailliert schildern. Sowohl Lang- als auch Kurzgymi.
  • Erörterung — eine Frage abwägen, eigene Position begründen. Häufiger im Kurzgymi (höheres Reflexionsniveau).

Was die Korrektoren bewerten: Thema getroffen (zentral), Aufbau (Einleitung, Hauptteil, Schluss), Sprache (Wortwahl, Satzbau, Rechtschreibung). Die häufigste Schwäche in echten Aufsätzen: am Thema vorbeischreiben.

Was selten kommt — nicht überüben

Was über die letzten 10 Jahre selten oder gar nicht vorkam:

  • Funktionsgrafiken zeichnen (kommt selten, höchstens als Wertablesung)
  • Komplexe Geometrie-Beweise
  • Englisch / Französisch in der Gymiprüfung
  • Gedicht-Analyse oder literarische Stilmittel im Detail

Wer einen Lehrgang verwendet, der diese Themen schwerpunktmässig behandelt, verschwendet Vorbereitungszeit. Beim Üben gilt: was häufig vorkommt, hat Vorrang.

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Quellen

Zugegriffen am 30. Mai 2026. Falls eine Quelle aktualisiert wurde, schreibe uns auf info@gymihelfer.ch.

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